Verbände fordern Halbierung der Lebensmittelverschwendung

Eine Halbierung der Lebensmittelverschwendung in Deutschland haben der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche LandFrauenverband (dlv), der Evangelische Dienst auf dem Lande in der EKD (EDL) und die Katholische Landvolkbewegung Deutschlands (KLB) in einer gemeinsamen Erklärung zum diesjährigen Erntedankfest gefordert, das am Sonntag begangen wurde. "In Freude und Dankbarkeit begehen wir das Erntedankfest", betonte DBV-Präsident Joachim Rukwied. Bauern erzeugten Lebensmittel, die Mittel zum Leben. Sie seien der Garant für sichere Lebensmittelerzeugung und seien sich ihrer Verantwortung für die Gesellschaft bewusst.
Trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten hätten die Landwirte ihre Wirtschaftsweise weiter entwickelt, produzierten noch nachhaltiger, förderten das Tierwohl und schützten die Umwelt, erklärte Rukwied. Dennoch müssten sich alle bewusst machen, dass sichere Ernten und die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln nicht selbstverständlich seien.

In der Erklärung verweisen die Verbände auf die Vielfältigkeit der Gründe für Lebensmittelverschwendung. Landwirtschaft, Herstellung, Handel, Gastronomie sowie Verbraucher stünden alle gleichermaßen in der Verantwortung. Eines der Ziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) sei die Halbierung der Lebensmittelverschwendung im Einzelhandel und in den Privathaushalten; das gelte auch für Deutschland. Ein "ambitioniertes Projekt, aber es ist zu bewältigen", so Rukwied. Da seien sich die Verbände einig. AgE


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