Vilsack kündigt Investitionspaket über 3 Milliarden Dollar an

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) bereitet weitere Hilfen für den Agrar- und Ernährungssektor vor. Das von Ressortchef Tom Vilsack gestern in Washington angekündigte Investitionspaket über 3 Mrd $ (2,6 Mrd Euro) zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft gegen Dürren zu stärken, die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verhindern, Störungen in der Lebensmittelkette zu beheben und die Schulernährungsprogramme auszubauen. Die Landwirtschaft stehe derzeit an mehreren Fronten vor noch nie dagewesenen Herausforderungen, erklärte Vilsack.
Die Coronavirus-Pandemie habe sich auf jeder Stufe der Lebensmittelkette ausgewirkt, von der Rohstoffproduktion über die Verarbeitung bis zur Auslieferung, stellte der Minister fest. Farmer, Viehzüchter und Waldbesitzer bekämen außerdem zunehmend die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. "Wir wissen, dass diese Herausforderungen auch 2022 noch anhalten werden und dass weitere hinzukommen könnten", so Vilsack. Es gelte, diese Herausforderungen unmittelbar zu bewältigen, "damit das USDA besser in der Lage ist, in Zukunft auf neue Herausforderungen zu reagieren".

Laut USDA sind im Einzelnen 500 Mio $ (427 Mio Euro) zur Unterstützung der Landwirtschaft bei der Bewältigung von Dürreperioden und zur Förderung intelligenter Methoden der Wasserbewirtschaftung vorgesehen. Derselbe Betrag ist eingeplant für die Stärkung des dem Ministerium zugeordneten Inspektionsdienstes für Tier- und Pflanzengesundheit. Insbesondere die Überwachungs-, Vorbeugungs- und Quarantänemaßnahmen sollen intensiviert werden, um eine ASP-Einschleppung zu verhindern. "Die ASP hat sich in anderen Teilen der Welt aufgrund von Produktions- und Handelsverlusten als verheerend erwiesen. Es ist wichtig, dass wir alle zusammenarbeiten, um die Ausbreitung dieser Krankheit zu stoppen", betonte Vilsack. Weitere 500 Mio $ (427 Mio Euro) sollen eingesetzt werden, um kurzfristige Störungen auf den Agrarmärkten zu beheben. Genannt werden unter anderem Transportprobleme sowie Angebotsengpässe bei bestimmten Materialien. Der größte Batzen ist indes mit 1,5 Mrd $ (1,3 Mrd Euro) für die Schulernährungsprogramme vorgesehen. Die Schulen sollen bei der Beschaffung von Lebensmitteln besser unterstützt und mehr Ernährungsexperten eingesetzt werden. Vilsack erklärte, dass die Fachleute für Schulverpflegung während der Corona-Pandemie außergewöhnliche Herausforderungen gemeistert hätten, um sicherzustellen, dass jedes Kind das Essen bekomme, das es zum Lernen, Wachsen und Gedeihen brauche. Nun gehe es darum, Schwachstellen in der Versorgungskette zu beheben und die Programme auf der Grundlage der Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie anzupassen. AgE


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