USDA erwartet größere Produktions- und Handelsmenge

Das globale Maisaufkommen 2021/22 dürfte noch größer ausfallen als bislang erwartet. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) veranschlagt die betreffende Menge in seinem Septemberbericht zu den internationalen Getreidemärkten auf 1,198 Mrd t; damit würde die Vorjahresmenge um 80,7 Mio t oder 7,2 % übertroffen. Im August hatten die Washingtoner Fachleute noch mit 11,7 Mio t weniger Mais gerechnet.
Das USDA begründet die optimistischere Prognose unter anderem mit verbesserten Aussichten für die Maisernte im eigenen Land, die jetzt wegen einer größeren Fläche und ertragsbedingt bei 380,9 Mio t gesehen wird. Im August waren noch 6,3 Mio t US-Mais weniger erwartet worden. Die Vorjahresmenge würde demnach um 20,7 Mio t oder 5,7 % übertroffen.

Außerdem setzte das Landwirtschaftsministerium seine Prognose für Argentiniens Maisernte herauf. Dort dürften die Landwirte im laufenden Wirtschaftsjahr voraussichtlich 53 Mio t Mais von den Feldern holen, was im Vorjahresvergleich ein Zuwachs um 3 Mio t oder 6 % bedeuten würde. Zuvor hatten die US-Experten die argentinische Erzeugung bei 51 Mio t gesehen. Als Argument für die jetzt höhere Erwartung wird ein umfangreicher Anbau angeführt. Die Getreidebörse in Buenos Aires geht aktuell indes nur von 50,5 Mio t Mais aus.

Ebenfalls angehoben hat das US-Ministerium seine Voraussage für die Maiserzeugung Chinas, und zwar um 5 Mio t auf 273,0 Mio t. Verwiesen wird auf witterungsbedingt bessere Erträge. Im vergangenen Wirtschaftsjahr hatten die chinesischen Landwirte lediglich 260,7 Mio t Mais gedroschen.

Den weltweiten Maisverbrauch 2021/22 taxiert das USDA auf voraussichtlich 1,187 Mrd t; das wären 49,9 Mio t oder 4,4 % mehr als im Vorjahr. Vor allem Chinas Bedarf soll kräftig steigen, nämlich um 109 Mio t oder 38,2 % auf 394 Mio t. Der starke Zuwachs dürfte mit der Erholung der Schweinehaltung in der Volksrepublik zusammenhängen.

Den internationalen Maishandel veranschlagt das US-Agrarressort für 2021/22 auf 192,4 Mio t; das wäre gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 8,6 Mio t oder 4,7 %. Insbesondere die Ukraine dürfte ihre Exportlieferungen ausweiten, und zwar nach der Prognose aus Washington um 8,4 Mio t oder 35,6 % auf 32 Mio t. Außerdem wird damit gerechnet, dass die Maisausfuhren Brasiliens und Argentiniens um 5 Mio t auf 33 Mio t beziehungsweise 4 Mio t auf 39,5 Mio t zulegen. AgE


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