Bioenergieverbände pochen auf politische Unterstützung für Biomasse

Ihre Forderung nach einer stärkeren Berücksichtigung der Energieerzeugung aus Biomasse haben die im Hauptstadtbüro Bioenergie organsierten Verbände bekräftigt. "Das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 den Bruttostrombedarf zu 65 % aus erneuerbare Energien zu decken, ist ohne Bioenergie nicht zu schaffen", erklärte die Leiterin des Hauptstadtbüros, Sandra Rostek, anlässlich des heute in Berlin stattfindenden Bund-Länder-Gipfels zur Energiewende, bei dem es auch um eine mögliche Novelle 2020 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gehen soll.

Rostek wies darauf hin, dass aktuell rund ein Viertel der regenerativen Stromerzeugung aus Holz, Biogas und anderen Biomassen stamme. Die Branche stelle diesen klimafreundlichen Strom zudem verlässlich bereit, auch wenn die Sonne nicht scheine und der Wind nicht wehe. Im Klimaschutzprogramm 2030 sei folgerichtig für die Bioenergie eine Entwicklung vorgesehen, die die Stromerzeugung aus Biomasse bis 2030 mit 42 Mrd KWh in etwa auf dem heutigen Niveau halten solle.

"Beim heutigen Gipfeltreffen müssen daher unbedingt konkrete Schritte zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms definiert werden, damit die Bioenergie diesen Beitrag auch leisten kann", forderte Rostek. Aus Sicht der Bioenergieverbände sei der Handlungsbedarf akut, da die Branchenakteure schnellstmöglich attraktive und sichere Rahmenbedingungen benötigten für Investitionen in zukunftsfähige und optimierte Anlagen. Beim dem Treffen müssten daher dringend erste Umsetzungsschritte zum Klimaschutzprogramm 2030 festgelegt werden, um den "Schlüssel Bioenergie" mit dem dazugehörigen wichtigen Klimaschutzbeitrag bestmöglich zu entwickeln. AgE


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