Rekordmengen von Schweine- und Hähnchenfleisch auf Lager

In den USA sind die Lagerbestände von Schweine- und Hähnchenfleisch im Oktober auf neue historische Höchststände für diesen Monat angewachsen. Daten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) zufolge befanden sich zum Stichtag 31. Oktober insgesamt rund 278 700 t Schweinefleisch in den Kühlhäusern. Das waren 2,6 % mehr als im September beziehungsweise 7,6 % mehr als im Oktober 2018 und so viel, wie noch nie seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1916. Dabei überstieg vor allem die Menge an Koteletts mit 22,7 % und die von Bäuchen mit 72,0 % das Vorjahresniveau deutlich. Das Aufkommen von Schinken und Spare Ribs lag in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Gut gefüllt waren die US-Froster Ende Oktober auch mit Hähnchenfleisch. Die Bestände übertrafen laut USDA mit 432 400 t den Septemberwert um 4,3 % und denjenigen des Vorjahresmonats um 1,4 %. Zudem wurde die höchste Gefrierhausmenge in einem Oktober seit 1940 erreicht. Praktisch alle Teilstücke, außer Schenkeln und Flügeln, waren reichlicher vorhanden. Anders sah das bei Putenfleisch aus, wo die Lagerbestände gegenüber September um rund ein Viertel auf 178 930 t abnahmen und um 11,4 % unter dem Vorjahresniveau lagen.

Bei Rindfleisch hat sich die Situation bei den Lagerbeständen den Washingtoner Analysten zufolge deutlich entspannt. Ende Oktober 2019 befanden sich 211 470 t Rindfleisch in den US-Kühlhäusern, was im Vorjahresvergleich einem Minus von 9,6 % entsprach. Die nicht so bedeutenden Kalbfleischbestände lagen mit 3 030 t sogar um gut 40 % unter dem Vorjahresniveau. Aufgrund der guten Exportmöglichkeiten für Schweinefleisch nach China gehen US-Experten davon aus, dass die hohen Lagerbestände kein wirkliches Problem darstellen und sich im nächsten Jahr abbauen werden. AgE


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