Aeikens sieht Trockenstresstoleranz als wichtiges Pflanzenzuchtziel

Mit Verweis auf die stärker werdenden Wetterextreme und die knappe Produktionsressource Wasser hat Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens vom Bundeslandwirtschaftsministerium die Verbesserung der Trockenstresstoleranz und der Wassernutzungseffizienz der Kulturpflanzen als "die wichtigen Zuchtziele der Zukunft" benannt. Diese "müssen wir jetzt schnell und innovativ vorantreiben", betonte Aeikens in seiner heutigen Eröffnungsrede beim Internationalen Kongress "Genetische Vielfalt ist der Schlüssel zur Verbesserung der Trockenstresstoleranz von Kulturpflanzen".
An dem vom Bundeslandwirtschaftsministerium veranstalteten und vom Julius Kühn-Institut (JKI) sowie Leibniz Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) organisierten Kongress nehmen heute und morgen mehr als 100 Pflanzenforscher und -züchter aus 23 Ländern teil. Aeikens betonte, dass der Klimawandel und das Bevölkerungswachstum die Landwirtschaft weltweit vor große Herausforderungen stellten, denn es müssten mehr Nahrungs- und Futtermittel sowie nachwachsende Rohstoffe mit weniger Wasser produziert werden. Zur Lösung dieser Herausforderung gehörten insbesondere die Züchtung und der Anbau wassernutzungseffizienter und trockenstressresistenter Pflanzen. Das Agrarressort hat dem Staatssekretär zufolge in den vergangenen Jahren bereits seine Forschungsaktivitäten zur Anpassung der Kulturpflanzen an die sich ändernden Klimabedingungen verstärkt und ausgebaut.
JKI-Präsident Prof. Frank Ordon betonte, dass die züchterische Verbesserung der Trocken- und Hitzestresstoleranz eine weltweite Herausforderung sei, die Zusammenarbeit und Koordination erfordere. "Ein Schlüssel ist dabei in genetischen Ressourcen zu sehen, deren Erhaltung und wissensbasierte Nutzbarmachung auch zentrale Anliegen des IPK und des JKI darstellen", so Ordon. Deshalb freue er sich, dass es gelungen sei, weltweit renommierte Forscher aus den Bereichen genetische Ressourcen, Phänotypisierung, Genotypisierung, Pflanzenphysiologie und Züchtung nach Berlin zu holen, um diesen Themenkomplex in seiner gesamten Breite zu diskutieren. AgE


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