Polnischer ASP-Fall nahe der deutschen Grenze

In der polnischen Woiwodschaft Lebus im Kreis Wschowski ist etwa 80 km von der deutschen Grenze entfernt bei einem tot aufgefundenen Wildschwein die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt worden. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium heute mitteilte, wurde es darüber vom polnischen Veterinärdienst informiert. Seit fünf Jahren gibt es ein Seuchengeschehen im Osten von Polen, das aber bisher rund 250 km von dem jetzigen Fundort entfernt ist. Das Berliner Agrarressort wies darauf hin, dass es im engen Kontakt mit dem Nachbarland und der EU-Kommission stehe.

Bereits im Juni 2018 haben dem Ministerium zufolge die Veterinärbehörden von Polen und Deutschland eine gemeinsame Übung durchgeführt, die einen raschen Informationsfluss nach der Feststellung von ASP zwischen den lokalen sowie den übergeordneten Veterinärbehörden beider Länder sicherstellen soll. Das Agrarressort wies erneut auf die strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in den schweinehaltenden Betrieben hin und forderte die Jagdausübungsberechtigten auf, verendet aufgefundene Wildschweine den jeweils zuständigen Behörden anzuzeigen, um eine entsprechende Untersuchung sicherzustellen.

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus nimmt nach eigener Aussage die Ereignisse in Polen mit tiefer Sorge zur Kenntnis. "Wir müssen feststellen, dass die Afrikanische Schweinepest wieder weiter an Deutschland und damit auch an Mecklenburg-Vorpommern herangerückt ist. Für uns heißt das erhöhte Alarmbereitschaft auf allen Ebenen", erklärte Backhaus. Im Fall einer Einschleppung der Tierseuche sieht er das Bundesland gut vorbereitet. Er verwies auf die regelmäßigen Tierseuchenübungen auch mit Polen und Notfallpläne für den Ernstfall. Backhaus kündigte an, dass Bund und Länder in den kommenden Tagen und Wochen ihren Austausch intensivieren und über mögliche weitere Maßnahmen transparent informieren werden. AgE


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