Milcherzeugerpreise haben ihre Talsohle noch nicht erreicht

Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte haben sich die schwächeren Tendenzen bei den Preisen für konventionell erzeugte Kuhmilch fortgesetzt. Für eine rasche Trendwende gibt es derzeit keine Anzeichen.
Im Juli erhielten die Milcherzeuger in Deutschland im bundesweiten Mittel rund 32,7 Ct/kg für ihren konventionell erzeugten Rohstoff mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Damit ist die Auszahlungsleistung der Molkereien zu Beginn der zweiten Jahreshälfte weiter leicht zurückgegangen. Der Abschlag fiel jedoch, wie bereits im Vormonat, moderat aus. Nichts desto trotz mussten die Erzeuger damit den achten Monat in Folge einen Abschlag beim Milchgeld hinnehmen. Im Zuge dessen wurde auch das Niveau des Vorjahres, in dem bereits ab Juni eine Erholung erfolgte, wieder unterschritten. Im Vergleich zum November 2018 sank die Auszahlung bis Juli mittlerweile um rund 2,6 Ct.

Noch kein Licht am Horizont
Die zum Herbst erwartete Erholung bleibt bislang aus. Trotz des seit Mai saisonal rückläufigen Milchaufkommens und des darüber hinaus im Juli hitzebedingten, Einbruchs der Anlieferung, bieten die Produktmärkte derzeit kein Potential für Anhebungen bei den Erzeugerpreisen. Vielmehr müssen die Molkereien im Zuge der im Juli und August nachgegebenen Verwertungen für Butter und Molkenpulver teils ihre Auszahlungen noch nach unten nachjustieren. Dadurch wird die Gesamtverwertung der Milch in der bundesweiten Betrachtung im August und September wohl nochmals leicht zurückgehen. Das können wohl auch die ausgeglichenen und preislich sehr stabilen Erlöse für Schnittkäse, Milchpulver oder der Frischebereich nicht kompensieren. (AMI)


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