Rukwied fordert Unterstützung für die Bauern

Mit Blick auf die Folgen des Klimawandels hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, weitergehenden Anpassungsbedarf für die Landwirtschaft eingeräumt, dafür aber auch politische Unterstützung eingefordert. Bei der Vorstellung der DBV-Erntebilanz 2019 in Berlin stellte Rukwied fest, dass die extreme Witterung der letzten drei Jahre die agronomischen Herausforderungen für die Bauern deutlich gemacht habe. Der Wechsel zwischen heißen, trockenen und feuchten Jahren erschwere zwar die Anpassung. Ungeachtet dessen reagierten die Bauern mit der Aussaat stresstoleranterer Sorten und wasser- und klimaschonenden Anbaumethoden wie der Mulchsaat oder der Aussaat humusanreichernder Zwischenfrüchte.

Der DBV-Präsident nahm in diesem Zusammenhang die Landwirte gegen Kritik in Schutz. Diese hätten das Thema lange vor der aktuellen Klimadebatte in den Fokus genommen und bereits 2010 erste Lösungsansätze präsentiert. Zudem habe der Bauernverband schon Anfang 2018 eine eigene Klimaschutzstrategie mit klaren Zielen und Maßnahmen vorgelegt.
Nach Rukwieds Überzeugung können die Bauern die klimatischen Herausforderungen aber nicht allein aus eigener Kraft stemmen. Sie sind ihm zufolge beispielsweise auf die neuen Züchtungsmethoden angewiesen, um schneller als auf konventionellem Wege zu besser angepassten Kulturen zu kommen. Zugleich sei es aber „höchste Zeit“ für Entlastungen auf der unternehmerischen Seite, so der Verbandspräsident. Er bekräftigte daher seine Forderung nach Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage, aber auch nach günstigen Mehrgefahrenversicherungen. Diese benötigten allerdings zumindest in der Anfangsphase eine Kofinanzierung durch die Politik, um den notwendigen Kapitalstock zu schaffen, betonte Rukwied. AgE


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