Chicago: Weizenkurse weiter rückläufig

Druck erzeugen vor allem die rekordhohen globalen Vorräte sowie das steigende Angebot und damit wachsende Exportkonkurrenz vom Schwarzmeer. Die Weizenkurse an der Börse in Chicago haben auf Wochensicht um umgerechnet 3 auf 153 EUR/t nachgegeben und damit den niedrigsten Stand seit Mitte Mai 2019 erreicht. Das US-Landwirtschaftsministerium USDA hat seine Prognose zu den globalen Weizenvorräten zum Wirtschaftsjahresende 2019/20 im August zwar auf 285,4 Mio. t gekürzt, doch wäre dies nach wie vor Rekordniveau. Marktteilnehmer sprechen von einem überversorgen Markt, zumindest auf der Nordhalbkugel, an dem die Preise nachgeben.
Nach Angaben des Händlerverbands UZA liegen die Ernteprognosen für die Ukraine aktuell bei 27,7 Mio. t und damit 2,9 Mio. t über Vorjahr und dürften die Exporte des osteuropäischen Landes auf 21 Mio. t steigen lassen. Damit wäre die Ernte zwar 1,5 Mio. t kleiner als in der jüngsten USDA-Schätzung, die Exporte jedoch 1,5 Mio. t umfangreicher. So oder so, ukrainische Produktion und Exporte werden die Vorjahre übertreffen und Konkurrenz zu US- und EU-Anbietern aufbauen. (AMI)


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