Saisonbedingt leichte Rückgänge an den Agrarrohstoffmärkten

Der deutsche Agrarrohstoffindex schloss im Juli mit einem Minus von 0,9 % im Vergleich zum Vormonat und landete bei 133 Punkten. Das Ergebnis zum Vorjahresmonat wurde trotz des saisonbedingten Rückgangs um rund 3,4 % übertroffen. Steigende Erntemengen prägten den Getreidemarkt während Milchprodukte und Fleisch ferienbedingte Nachfragerückgänge verzeichneten.

Der Getreidemarkt war im Juli von den beginnenden Ernten geprägt. Das anschwellende Angebot entwickelt Marktwirkung, zumal mit der Hitze eine Rekordtempo erreicht wird. Während es sich abzeichnet, dass Getreide umfangreicher als im Vorjahr zur Verfügung steht, enttäuscht die Rapsernte. Diese Tendenz hat beim Getreide eine Preisschwäche und beim Raps eine Preisbefestigung zur Folge.

Im Juli überwogen am Markt für Milch und Molkereiprodukte schwächere Tendenzen. Insbesondere die Preise für Molkenpulver standen bei hohem Angebot und gedämpfter Nachfrage unter Druck. Auch bei Milchpulver und Butter gab es nochmals Korrekturen nach unten. Hingegen zeigte sich der Käsemarkt stabil und ausgeglichen. Ein unterdurchschnittliches Angebot an Schweinen trifft auf eine sehr schwache Nachfrage seitens der Schlachtereien. Die hochsommerliche Hitze und die Ferienzeit in fast allen Bundesländern führen dazu, dass die Schweinefleischnachfrage sehr klein ist. Dadurch sind die Schweinepreise unter Preisdruck. Die Schlachtkuhpreise sind ebenfalls bedingt durch die Hitze und der damit einhergehenden sehr schwachen Rindfleischnachfrage unter Preisdruck. (AMI)


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