MARS rechnet mit überdurchschnittlichen Getreideerträgen

Die Agrarmeteorologen der Europäischen Kommission erwarten für die EU-28 trotz hitzebedingter Abschläge weiterhin einen insgesamt leicht überdurchschnittlichen Getreideertrag, der das 2018 erreichte Niveau übertreffen dürfte. Das geht aus Daten des aktuellen Monitoring Agricultural ResourceS (MARS) der Brüsseler Kommission hervor, die gestern vorgelegt wurden. So berechnen die Experten für 2019 im Vergleich zum Vorjahr höhere Erträge für alle Getreidearten, mit Ausnahme von Körnermais, für den sie eine Verringerung um 3,3 % auf durchschnittlich 8,08 t/ha voraussagen. Das Fünfjahresmittel würde damit aber um 6,1 % übertroffen.

Außerdem sollen laut MARS im EU-Durchschnitt 6,04 t Weichweizen vom Hektar geholt werden; das wären 7,3 % mehr als 2018. Der Wintergerstenertrag soll um 9,1 % auf 6 t/ha steigen; gegenüber dem mehrjährigen Durchschnitt wäre dies ein Plus von 3,7 %. Das Ergebnis von Grünmais dürfte sich nach Einschätzung der Experten um 7,6 % auf 40,8 dt/ha erhöhen.

Bei den Ölsaaten gehen die Meteorologen mit Blick auf Raps von einem Ertragsplus um 7,3 % auf 3,10 t/ha aus; gegenüber dem langfristigen Mittel würde das allerdings ein Minus von 4,2 % bedeuten. Für Sonnenblumensaat wird ein Zuwachs von 1,3 % auf 2,45 t/ha erwartet; der mittelfristige Durchschnitt würde sogar um 11 % übertroffen. Derweil wird bei Sojabohnen im Vorjahresvergleich ein Minus von 1,6 % auf 2,94 t/ha prognostiziert; das wäre im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt ein Zuwachs von 0,3 %. AgE


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