Bauern in Nordwesteuropa hoffen auf Regen

Die Organisation Nordwesteuropäischer Kartoffelanbauer (NEPG) rechnet für 2019 mit einer nur unterdurchschnittlichen Ernte, sollte der Regen in den kommenden drei Wochen ausbleiben. Wie die NEPG gestern mitteilte, sind die Anbaubedingungen zurzeit zwar noch gut, aber der Grundwasserspiegel und die Bewässerungskapazitäten bereiteten Sorgen. Problematisch könne es vor allem für die belgischen Landwirte werden, denn dort würden nur 3 % bis 4 % des Kartoffelareals künstlich bewässert.
Der Anbauerorganisation zufolge haben die Rodungen für die frühen Verarbeitungssorten in dieser Woche begonnen, weil die Fabriken dringend Rohstoff benötigen. Die ersten mittleren Erträge in Deutschland entsprächen mit rund 42 t/ha dem langjährigen Durchschnitt, während bei Proberodungen in Belgien ein überdurchschnittlicher Ertrag von 38 t/ha verzeichnet worden sei. Allerdings betonte die NEPG, dass die größten Mengen im August und September geerntet würden. Die Anbaufläche bezifferten die Fachleute in Dronten auf einen Rekord von insgesamt 611 190 ha; das sind 2,2 % mehr als 2018.
Unterdessen bestätigte die Kursentwicklung der Kartoffelfutures an der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig den Pessimismus der Marktakteure mit Blick auf die anstehende Erntemenge. So markierte der meistgehandelte Future auf Verarbeitungskartoffeln mit Fälligkeit im April 2020 heute gegen 15.30 Uhr mit 18,50 Euro ein Laufzeithoch. AgE


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