Chicago: Weizen profitiert von besseren Exportchancen

Russland hat an Exportkraft verloren. Das räumt US-Anbietern Chancen ein. Sie hoffen zudem auf steigende Nachfrage aus China. Die Weizenkurse in Chicago tendieren fester. Zuletzt schlossen sie auf umgerechnet 170 EUR/t, was einem Wochenplus von 4 EUR/t entspricht. Damit liegen die Kurse nun auch wieder auf dem Niveau von vor zwei Wochen. Auftrieb geben vor allem die verbesserten Exportchancen für US-Anbieter. Nicht nur dass Russlands Weizenangebot spürbar geschrumpft und deshalb teurer geworden ist, gleichzeitig scheint sich der Handelskonflikt zwischen China und den USA weiter zu entspannen. Zuletzt haben die Chinesen rund 1 Mio. t Sojabohnen aus den USA gekauft, aber auch die Weizen- und Maislieferungen aus den USA in das Reich der Mitte könnten sich beleben.

Die Exporthoffnungen werden aber auch durch Japan geschürt, das mehr als 130.000 t Futterweizen in den USA, Kanada und Australien sucht. Bangladesch ist ebenfalls als Käufer aktiv, in einer weiteren Ausschreibung sucht es 50.000 t Brotweizen am internationalen Markt. Börsenteilnehmer warten aktuell vor allem auf die Veröffentlichung neuer USA-Zahlen zur internationalen Getreideversorgung, vor allem, nachdem der Report im Januar wegen des US-Shutdowns ausgefallen war. Viele erhoffen sich richtungsweisende Impulse von den neuen Daten und werden sich erst dann neu positionieren. (AMI)


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