Chicago: Getreidekurse leicht schwächer

Gemischte Einflüsse bestimmen die internationalen Getreidemärkte. Doch es überwiegt Kursdruck aufgrund des fortgesetzten Handelskonflikts zwischen China und den USA. Russland bleibt zudem ein starker Exportkonkurrent. Nach wie vor bestimmt der Handelskonflikt zwischen den USA und China die internationalen Getreidemärkte maßgeblich. Peking hatte zugesichert, eine beträchtliche Menge an Agrarrohstoffen, darunter wohl auch Weizen und Mais, aus den USA kaufen zu wollen, doch bislang ist das nicht passiert, Chinas Nachfrage bleibt verhalten. Das setzt die Weizen- und Maisnotierungen in Chicago unter Druck, beide verbuchen ein leichtes Minus gegenüber der Vorwoche. Aber es gibt auch bullische Impulse am Markt. In den USA hat es einen Kälteeinbruch gegeben. Während in den Höhenlagen ausreichend Schnee gefallen ist, der sich schützend auf die Winterweizenbestände gelegt hat, hat es in tieferen Lagen zu wenig geschneit, sodass die Kulturen dort kaum geschützt sind und Frostschäden an den jungen Pflanzen befürchtet werden. Ertragseinbußen könnten folgen. Neben ungünstiger Witterung in US-Weizenregionen bringt ein lebhafter Futureshandel den Weizenkursen in Chicago Unterstützung. Dennoch lagen sie mit umgerechnet 165 EUR/t zuletzt 2 EUR/t unter Vorwochenlinie. Abgesehen vom Handelskonflikt zwischen den USA und China ist die Exportstärke Russlands dafür verantwortlich. (AMI)


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